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Tollwut

Bei der Tollwut - auch Rabbies oder Lyssa - handelt es sich um eine weltweit verbreitete, tödlich verlaufende Virusinfektion, die durch den Tollwut-Virus aus der Gruppe der Rhabdo-Viren (Rhabdoviridae) ausgelöst wird. Die Ansteckung / Infektion erfolgt durch den Speichel infizierter Tiere, der durch Bisse, Kratzer oder andere Verletzungen wie Schürfwunden auf gesunde Tiere übertragen wird. Dabei breitet sich der Rhabdovirus von der verletzten Stelle (infizierte Wunde) ausgehend über das Nervensystem im ganzen Körper aus bis es letztendlich das Gehirn des erkankten Tieres erreicht. Die Übertragung des Tollwutvirus geht im Ursprung in der Regel von wildlebenden Tieren, wie Füchse und Dachse, aus.

Symptome der Tollwut sind - ähnlich wie beider Pseudowut - starke Unruhe und Nervosität der erkrankten Katze, vermehrter Speichelfluss (Schaum), Schluckbeschwerden und Schmerzen der verletzten Körperstelle (Bisswunde, Kratzwunde), sowie Angstzustände und im fortgeschrittenen Stadium der Tollwut-Erkankung eine zunehmende Lähmung, die zum Tod der infizierten Katze innerhalb weniger Tage führt. Infizierte Tiere (insbesondere Wildtiere) zeigen eine auffallende Zutraulichgkeit und fehlende Scheu gegenüber dem Menschen. Infizierte Katzen fallen zudem durch eindringliches, klagendes Miauen auf. Durch ein gestörtes Angriffsverhalten kann es zu Angriffen auf den Menschen kommen.

Die Tollwut verläuft immer tödlich. Aufgrund der in Deutschland geltenden Gesetze und Vorschriften zur Bekämpfung von Seuchen, müssen erkrankte Tiere sofort getötet werden, um eine weitere Ansteckung gesunder Tiere und die Verbreitung des Virus zu vermeiden. Katzen müssen selbst dann getötet werden, wenn sie lediglich Kontakt zu Tollwut-infizierten Tieren gekommen sind uns selbst nicht gegen Tollwut geimpft sind.

Die Inkubationszeit (Zeit zwischen Ansteckung und Ausbruch der Tollwut) beträgt zwischen wenigen Tagen bis hin zu mehreren Monaten. Je weiter die verletzte Körperstelle (infizierte Wunde) vom Gehirn der Katzen entfernt liegt und je geringer die Menge der übertragenen Tollwut-Viren, um so länger kann die Inkubationszeit sein. Bei Katzen treten die ersten Symptome (Anzeichen) im Normalfall bereits nach zwei bis drei Wochen auf.

Zur Vorbeugung und Schutz vor Rhabdoviren (Tollwut) müssen Katzen regelmäßig geimpft werden. Die Tollwutimpfung gehört zu den Standard-Impfungen, die eine Katze beim Tierarzt erhält. Nach einer erstmaligen Impfung im Kitten-Alter werden jährliche Booster-Impfungen (Wiederholungsimpfungen) zur Auffrischung durchgeführt. Sollte eine ungeimpfte Katze bereits infiziert worden sein, so ist es gesetzlich verboten, eine Impfung auf Verdacht (eine Schutzbehandlung) durchzuführen.

Verdachtsfälle und infizierte Tiere müssen umgehend dem Tierarzt, dem Veterinäramt oder dem Gesundheitsamt gemeldet werden.

.:  Kerstin Wolff - 27576 Bremerhaven :.
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