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FIP

Was heißt eigentlich FIP?

Die Feline Infektioese Peritonitis (FIP) ist eine komplexe, tödlich verlaufende Viruserkrankung der Katzen. FIP ist überaus gefährlich und wird durch den direkten Kontakt mit infizierten Artgenossen bzw. indirekt über Fressnäpfe und Katzentoiletten übertragen.

Ursache und Übertragung:

FIP wird durch ein Virus, in diesem Fall ein Coronavirus, hervorgerufen wird.

Am häufigsten wird der Erreger sicherlich direkt von Katze zu Katze übertragen. Das FIP- Virus wird über Speichel und auch über den Kot ausgeschieden und von anderen Katzen über Mund oder Nase aufgenommen. Durch diese Übertragungsform sind wiederum freilaufende Katzen, sowie Katzen aus Gruppenhaltungen ( Zucht mit Kontakt zu kranken Katzen auf Ausstellungen, Tierheim oder Katzenpensionen ) besonders betroffen. Besonders häufig wird diese Erkrankung bei Katzen im Alter von 6 Monaten bis 2 Jahren festgestellt.

Die Krankheit kann auch von Katzen übertragen werden, die zwar infiziert sind, aber einen völlig gesunden Eindruck machen. Es sind aber noch nicht alle Einzelheiten über die Krankheitsübertragung bekannt. Man weiß inzwischen, dass nicht alle Katzen, die sich angesteckt haben, erkranken. Der Krankheitsausbruch ist abhängig von der Anzahl der aufgenommenen Erreger, von der krankmachenden Wirkung der Erreger und vor allem von der Funktionstüchtigkeit des spezifischen Immunabwehrsystems der Katze. Es fällt auf, dass Rassekatzen stärker gefährdet sind, bzw. Katzen die in einer großen Gruppe gehalten werden.

Krankheitsanzeichen:

Es gibt 2 Formen der FIP Erkrankung

1. Die feuchte Form der FIP:

Hier sind meist typische Symptome deutlicher sichtbar. Aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen in der Bauchhöhle (oder auch in der Brusthöhle ) sind in der Endphase extreme Umfangsvergrößerungen des Bauches sichtbar. Trotz dieser dicken Bäuche magert die Katze schnell ab.

2. Die trocken Form der FIP :

Bei dieser Form sind die Krankheitssymptome weniger typisch ausgebildet. Man verzeichnet knotige Veränderungen an verschiedenen Organen, besonders an Leber, Niere und Milz; Fieberschübe; Störungen der Sinnesorgane wie Gleichgewichtsstörungen, Veränderungen an den Augen, wie Nickhautvorfälle, Veränderungen an Hornhaut und Netzhaut sowie Lähmungen oder Krämpfe. Diese Form der FIP ist relativ schwierig zu diagnostizieren. Bei ca. 95% der Fälle kommt es zur "feuchten" Verlaufsform. Es liegt dann ein eiweißreicher Erguss vor, meist zähflüssig, klar blass- bis dunkelgelb. Liegt ein solcher Erguss vor, ist die Diagnose einer "feuchte" Form von FIP relativ eindeutig. Zum Tod kommt es nach 1 bis 12 Wochen Krankheitsdauer. Ungefähr 70% aller erkrankten Tiere zeigen einen Bauchhöhlenerguss, aber auch Brusthöhlenergüsse und gemischte Formen kommen vor.

Diagnosestellung

Das FIP-Virus ähnelt einem harmlosen Darmvirus, deshalb ist die Diagnosestellung mittels FIP-Antikörpertest nicht eindeutig zu stellen. Dieser Bluttest stellt also nur einen Puzzelstein bei der Diagnosestellung dar.Nur in Zusammenhang mit weiteren Blutveränderungen sowie den deutlichen Symptomen beim Ausbruch der Erkrankung kann eine eindeutige Diagnose gestellt werden.Da das Fieber, welches bei FIP häufig auftritt, nicht auf Antibiotika gaben anspricht, kann dies ein Hinweis auf FIP sein.In einigen Fällen ist es notwendig, Biopsien von betroffenen Organen zu entnehmen und histologisch Untersuchen zu lassen.

Behandlung und Vorbeugung

Wenn die Erkrankung einmal ausgebrochen ist, besteht keine Aussicht auf eine Heilung. Deshalb kann momentan nur symptomatisch versucht werden die Katze zu Behandeln. In den meisten Fällen ist aber die Euthanasie unumgänglich.Es wird auch eine Impfung gegen FIP angeboten. Dieser Impfstoff wird nicht wie andere Katzenimpfstoffe gespritzt, sondern sanft auf und in die Katzennase geträufelt. Er bildet an der Haupteintrittspforte des Virus eine Virusblockade und verhindert so das Eindringen des tödlichen Erregers in die Katze. Allerdings kann eine uneingeschränkte Empfehlung für einen routinemäßigen Einsatz kann derzeit nicht gegeben werden. Für jüngere im Blutbild serologisch Coronavirus-negative Katzen mit Exposition könnte nach derzeitigem Kenntnisstand eine Impfung sinnvoll sein

.:  Kerstin Wolff - 27576 Bremerhaven :.
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