Shagira´s Catland
»  Epilepsie

Epilepsie

Epilepsie ist eine Anfallserkrankung, die vom Gehirn ausgeht. Die Anfälle zeigen sich als Muskelkrämpfe, als anhaltende Muskelanspannung oder als Schüttelkrämpfe. Bewußtseinsverlußt, Halluzinationen, Verhaltens- und Wesensänderungen, Harn- und Kotabsatz sowie Speicheln können gleichzeitig beobachtet werden. Dies ist jedoch von Fall zu Fall ganz unterschiedlich. So können die sogenannten "Grand-mal" und die "Petit-mal" Anfälle auftreten.

Grand-mal sind die großen auffälligen Anfälle, die mit Ruderbewegungen der Gliedmaße sowie "Schaum vor dem Maul" auftreten, während die Petit-mal-Anfälle nur kleine Absenzen sein können, also kleine "Abwesenheiten", die häufig lange Zeit unbemerkt bleiben.Man unterscheidet zwischen zwei Arten der Epilepsie.

Es gibt die primäre Epilepsie, die eine angeborene Krankheit ist und an der die Tiere oft erst im zweiten oder dritten Lebensjahr erkranken.Die sekundäre Epilepsie ist nicht angeboren, sondern tritt in Folge von anderen Erkrankungen auf. Die Ursachen hierfür können sehr vielfältig sein. Andauernde Gehirnentzündungen und andere Krankheitsbilder können dafür Auslöser sein.

Typisch ist, daß ein Anfall ganz plötzlich beginnt. Dem aufmerksamen Tierbesitzer fällt auf, daß das Tier plötzlich nicht mehr ansprechbar ist, oder sich folgende Szenen zeigen: Schwanzbeißen, Raserei, Angstzustände. Die Tiere stürzen auf die Seite und es entwickeln sich nach Sekunden oder gar Minuten rhythmische Krämpfe und Ruderbewegungen in denen ungeahnte Kräfte frei werden können. Der Anfall dauert insgesamt nur wenige Minuten, danach erschlafft die Muskulatur, das Tier liegt ruhig auf der Seite und erhebt sich bald darauf. Bei Katy habe ich danach oft Gleichgewichtsstörungen beobachtet, die sich aber nach Nahrungsaufnahme, um die verlorene Energie wieder aufzunehmen, wieder gelegt haben.

Für die Therapie werden Anti-Epileptika eingesetzt, also Medikamente, die die Anfälle unterdrücken sollen. Häufig handelt es sich um Barbiturate wie Phenobarbital, das eines der wirksamsten Mittel auf Grund der geringen Giftigkeit und der langjährigen Erfahrung bei seinem Einsatz, sein soll.

Aber natürlich können auch andere Medikamente zum Einsatz kommen - je nach Tier individuell unterschiedlich und nach dem Ermessen des Tierarztes. Das Phenobarbital wird aufgenommen über den Darmtrakt, abgebaut über die Leber und größtenteils über die Nieren wieder ausgeschieden.

Bei Beginn der Therapie wird erst bis zwei Wochen nach Einsatz des Mittels ein konstanter Wirkstoffspiegel erreicht. Während dieser Zeit muß noch mit Anfällen gerechnet werden, bis das Tier völlig auf das Medikament eingestellt ist.

Nebenwirkungen in Form von Müdigkeit, Unlust, vermehrtes Fressen sind häufig zu beobachten

.:  Kerstin Wolff - 27576 Bremerhaven :.
Counter